Vom Durchgangsflur zum einladenden Raum – Gestaltung mit Teppich, Licht und Spiegelmotiven
- Gloria Chan
- May 18, 2025
- 2 min read
Updated: Dec 28, 2025
Flure werden oft rein funktional behandelt: ein Hängeschrank für Stauraum, ein Spiegel für den schnellen Blick – und fertig. In diesem Projekt jedoch sollte eine konventionelle Flursituation in etwas Wohnlicheres, Individuelleres verwandelt werden. Die Herausforderung: eine leere Ecke zwischen drei Türen und Möbelstücke, die stilistisch nicht harmonierten – ein schlichter Ikea-Hängeschrank kombiniert mit einem reich verzierten, antiken Goldspiegel.

Ein Teppich als Ankerpunkt
Um den Bereich zu verankern und die Atmosphäre von einem reinen Durchgangsflur hin zu einem wohnlichen Raum zu verschieben, fiel die Wahl auf einen runden Teppich. Die Form war entscheidend – sie bündelt den Raum, bietet einen optischen Anlaufpunkt für jede Tür und verleiht der Fläche Struktur. Der Vorschlag: ein bunter Teppich, um Helligkeit und Lebendigkeit einzubringen. Das Muster greift die kreisförmige Zentrierung auf und schafft visuelle Harmonie.
Fundstücke mit Verbindungskraft
Eine Second-Hand-Lampe, neu bestückt mit einem passenden Lampenschirm, nimmt das Rot des Teppichs auf und stellt so einen gestalterischen Zusammenhang im Raum her. Sie sorgt nicht nur für mehr Wohnlichkeit, sondern hellt die Ecke auf und gibt ihr Tiefe.

Links vom Spiegel sollte der Bereich bewusst von einer reinen Garderobensituation hin zu einer Art „Zimmer“-Charakter entwickelt werden. Statt eines Bildes, das den Raum optisch schließen würde, kam hier ein einzelner, leerer Goldrahmen zum Einsatz – ein gestalterischer Akzent, der Tiefe schafft. Dieses Rahmungsmotiv wiederholt sich durch den Einsatz eines Wanddekoartikels in Form einer Sonnenblume, deren Blütenkopf aus einem Spiegel besteht. So entsteht ein subtiler „Spiegel im Spiegel“-Effekt, der die Leere im Rahmen füllt, ohne klassische Bildmotive zu verwenden, und das Spiegelthema des Raumes harmonisch fortführt.

Mehr Tiefe durch Blickunterbrechung
Auf der gegenüberliegenden Wand sorgen drei Bilder für eine Unterbrechung der linearen Blickführung. Dieses gezielte Spiel mit Blickpunkten betont die räumliche Tiefe des Flurs und lässt ihn großzügiger wirken.






